Dieses Mal durften uns an eine Mercedes G-Klasse in unigrün wagen. Bei diesem Fahrzeug ist vieles anders als gewohnt, denn die kantige Karosserie und die zahlreichen schmalen Flächen sorgten dafür, dass wir in vielen Bereichen nicht wie üblich mit großen Maschinen arbeiten konnten. Ein Großteil der Aufbereitung musste daher mit sehr kleinen Poliermaschinen erfolgen. Und natürlich ist auch die schiere Größe dieser Geländewagen-Ikone eine Herausforderung!
Ausgangszustand
Das Fahrzeug wurde einen Tag zuvor frisch beim Händler abgeholt und befand sich somit im Neuwagenzustand. Leider bedeuet dies in aller Regel nicht, dass KEINE Polierarbeiten notwendig sind. Allerdings war der Auslieferungszustand von Mercedes hier definitiv nicht schlecht.
Vorarbeit
Nach der obligatorischen Handwäsche ging es direkt in die Zustandsanalyse. Dabei konnten wir an mehreren Stellen leichte Polierspuren feststellen, die zwar nicht kritisch waren, aber dennoch ein unsauberes Lackbild erzeugten.
Vor dem eigentlichen Polierprozess wurde ein obligatorischer Testbereich poliert, um die passende Kombination aus Politur und Pad zu ermitteln. In der Aufbereitung müssen wir immer wieder auf unterschiedliche Produkte und Kombinationen zurückgreifen, da sich nicht jeder Lack gleich verhält und jede Oberfläche anders reagiert. Nach mehreren Durchgängen und Vergleichen konnten wir schließlich eine Kombination finden, mit der sich der Lack sauber, gleichmäßig und ohne Rückstände verarbeiten ließ.
Bilder Zustand vorher
Lackaufbereitung
Bei der Wahl der Maschinen zeigte sich schnell, dass typische 125-mm-Teller kaum einsetzbar waren. Durch die vielen kleinen, verwinkelten Flächen konnte nur auf Motorhaube und Dach mit dem großen Teller gearbeitet werden. Der Hauptteil der Karosserie wurde daher mit einer kompakten Poliermaschine bearbeitet, bei der wir mit verschiedenen Tellergrößen arbeiten konnten, um auch die schmalen und verwinkelten Flächen präzise zu erreichen.
Besonders anspruchsvoll waren die schwarzen Zierleisten an den Türen. Durch ihre Wölbung war ein maschineller Einsatz nahezu unmöglich, da die Maschine hier nicht sauber genutzt werden kann. Diese Bereiche wurden daher vollständig von Hand bearbeitet.
Der Großteil des Fahrzeugs konnte wie geplant mit einer einstufigen Defektkorrektur aufbereitet werden. Nur vereinzelt waren stärker betroffene Stellen vorhanden, die mit einer zweiten Polierstufe bearbeitet wurden. Trotz der anfänglichen Skepsis erwies sich der Lack insgesamt als gutmütig, sodass der Fokus verstärkt auf die vielen Details der G-Klasse gelegt werden konnte.
Auch das Dach stellte sich aufgrund seiner Höhe als „kleine“ Herausforderung heraus. Während bei den meisten Fahrzeugen ein Tritt ausreicht, war hier eine normale Leiter notwendig, um bis in die Mitte zu gelangen. Um dabei keinen Kabelkontakt mit dem Lack zu riskieren, kam auf dem Dach eine Akku-Poliermaschine zum Einsatz.
Lackschutz
Da das Fahrzeug künftig viel auf der Autobahn bewegt wird und auch regelmäßig im Außenbereich parkt, wurde hier eine glaskeramische Lackversiegelung mit bis zu 2 Jahren Haltbarkeit aufgebracht. So erzielt man langfristig den besten Schutz vor Umwelteinflüssen und erleichtert die Pflege.
Finisharbeiten
Wie üblich erfolgten zum Schluss noch einzelne Detailarbeiten. Neben der obligatorischen Endkontrolle aller Oberflächen, wurden die Reifen entsprechend eingepflegt, um ein stimmiges Gesamtbild mit dem Rest des Wagens zu erzielen. Nach der Reinigung aller Glasflächen war der „Mercedes Kleinwagen“ bereit zur Abholung.
Bilder nachher
Leistungspaket
Versiegelungspaket Neuwagen Stufe 2
– schonende Fahrzeughandwäsche inkl. intensiver Felgenreinigung
– maschinelle Politur zur Entfernung leichter Lackdefekte
– glaskeramische Lackversiegelung bis zu 2 Jahre Haltbarkeit
– Pflege der Reifenflanken
– Glasreinigung innen und außen
















